EU-Schweinemarkt: Grillsaison beschert aufwärts tendierende Erzeugerpreise

Mastschweine-Notierung steigt in Österreich um 2 Cent.

Wien, 25. Mai 2018 (aiz.info). - Trotz mehrerer aufeinanderfolgender feiertagsbedingt verkürzter Schlachtwochen werden derzeit EU-weit keine nennenswerten Überhänge schlachtreifer Schweine gemeldet. Die inzwischen gut angelaufene Grillsaison sorgt für lebhafte Nachfrage, sowohl bei grillfähigem Frischfleisch, als auch beim Grillwurst-Sortiment. In Deutschland belebt zusätzlich die Spargelsaison, die traditionell den Schinkenabsatz fördert, den Fleischmarkt. Da in unserem Nachbarland nur in den römisch-katholischen Bundesländern Fronleichnam gefeiert wird, beeinflusst der Donnerstag-Feiertag nur geringfügig das deutsche Fleischgeschäft. Vor diesem Hintergrund hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Basispreis für Schlachtschweine um 2 Cent nach oben gesetzt. Auch in den übrigen Mitgliedstaaten zeigt sich das Preisgefüge mit zunehmend stabilerem Fundament. Lediglich Frankreich schwächelt, was allerdings mit Mitarbeiterstreiks auf Schlachthöfen in Verbindung gebracht wird.
 

In Österreich sind die Verhältnisse am Lebendmarkt ausgewogen. Grillfreundliches Wetter sorgt für weitgehende Zufriedenheit in der Fleischbranche. Hierzulande begünstigt die Grillleidenschaft immer noch stark den Frischfleischbereich mit den traditionellen Teilstücken vom Schopf bis zum Karree. Bei Grillwurst, Käsekrainer und Co. dürfte bereits viel vorproduziert sein, da sich die Zerlegebetriebe aktuell mehr Nachfrage von dieser Seite erwartet hätten. Das frische Schlachtschweineangebot ist für die bevorstehende Feiertagswoche gerade ausreichend - für eine normale Woche wäre es deutlich zu knapp. Folglich konnte die heimische Schweinebörse ein Plus von 2 Cent verzeichnen, berichtet Geschäftsführer Johann Schlederer. Die Mastschweine-Notierung steigt somit auf 1,45 Euro (Berechnungsbasis: 1,35 Euro) je kg Schlachtgewicht.